Ingwer-Shot: kurz und kompakt

+++ Am Montag ist in den Niederlanden Koninginnedag – dieses Jahr in der #StayAtHome Version +++ Am Mittwoch erinnern wir uns an den Todestag der französischen Künstlerin Kiki de Montparnasse +++ Am Freitag ist Tag der Arbeit – habt ihr schon Ideen, die 1.-Mai-Demo zuhause zu gestalten? +++ Kartenspiele sind neben Puzzles gerade das ganz große Ding. Das Team von Das Bunte Deck plant ein geschlechtergerechtes und diverses Spielset – Phase Zwei des Crowdfunding startet am Freitag. +++ Am Freitag erscheint außerdem das neue Album von Austra +++

Zweites Frühstück: ausgiebig sättigend

Wir haben vergangene Woche viel über die Sorgen von #CoronaEltern gehört, darüber, dass Fußballspiele anscheinend relevanter sind als die Entlastung von Familien durch Kitas und die Prämisse „Mama macht das schon“ uns alle zurück in die 50er beamt. Aber wie geht es eigentlich gerade Menschen, die erst zur Familie werden, also Schwangeren und ihren Partner*innen? Der Hebammenverband nimmt eine erhöhte Anfrage an Hausgeburten wahr, berichtet die Süddeutsche und das Vice Magazin erkennt einen ähnlichen Trend in den USA. Das liegt zum einen an der Vorsicht, Krankenhäuser zu meiden, andererseits daran, dass Partner*innen, Verwandte und Freund*innen nicht wie gewohnt die Gebärende während ihrer Zeit im Krankenhaus unterstützen und besuchen können. Wie das Begleit- und Besuchsrecht in den einzelnen Kliniken geregelt wird, unterscheidet sich je nach Bundesland und Klinik, wie zum Beispiel in Hamburg oder Berlin. Gleichzeitig öffnen mit den ersten Lockdown-Lockerungen auch einige Kliniken ihre Geburtsstationen mit Einschränkungen für Besucher*innen. Passend dazu haben der Hebammenverband und die Krankenkassen zum 1. April einen Kriterienkatalog für Hausgeburten verabschiedet.

Und wie läuft es für Alleinerziehende? Nicht gut! Während Betroffene von übermenschlichen Belastungen berichten, stellt die ZEIT fest, dass in Deutschland fast eine halbe Million Alleinerziehende in systemrelevanten Berufen arbeiten – wie soll da noch Vereinbarkeit von Familie und Beruf gelingen? Die Ökonomin Michèle Tertilt sieht trotz der Belastung vor allem für Alleinerziehende auch Vorteile, dass die Auswirkungen der Covid-19-Krise wie mehr Flexibilität, Homeoffice und andere digitale Möglichkeiten langfristig Geschlechtergerechtigkeit fördern – Grund zum Jubeln gibt es deshalb aber nicht: „Ich sehe zwar Potenzial für langfristiges Umdenken und dass Frauen auch profitieren, aber dass Frauen gestärkt aus der Krise hervorgehen, wage ich zu bezweifeln.“

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