Dass wir Sookee schon lange feiern, ist kein Geheimnis. Die Quing of Berlin stand 2013 bei unserem Konzert gegen sexistische Werbung vor dem Brandenburger Tor auf der Bühne und rappte für Liebe und Vielfalt und gegen einfältigen Sexismus.

2016 hat sie auf unserer Lieblingsmensch-Party das SO36 zum Kochen gebracht. Und auch sonst begleitet sie uns auf die eine oder andere Art und ist immer irgendwie dabei. Ob aus den Boxen im Büro nun Queere Tiere schallt,

Stevie mal wieder in ihrem Lieblingshoodie aus der Sookee-Kollektion aufkreuzt oder wir uns einfach nur darüber freuen, dass sie mit ihrem antirassistischen Engagement die AfD gegen sich aufbringt.

Wir feiern Sookee für diese Dinge. Dafür, dass sie eine großartige Musikerin, Feministin, Aktivistin und Netzwerkerin ist. Und nicht nur wir feiern sie.

Heute wird Sookee in Leipzig der Louise-Otto-Peters-Preis verliehen. Wem das bekannt vorkommt: Letztes Jahr haben wir den bekommen. Der mit 5000 € dotierte Preis zeichnet im jährlichen Wechsel Organisationen und Einzelpersonen aus, die sich besonders um die Gleichstellung von Männern und Frauen verdient gemacht haben. Vor einem Jahr waren wir, gelinde gesagt, überrascht. Um einen Preis im Namen von Louise Otto-Peters verliehen zu bekommen, hielten wir uns für zu bunt, zu laut und zu zeitgemäß. Das sahen die Verantwortlichen in der Jury allerdings anders und bewiesen damit nicht nur, dass die Mitbegründerin der deutschen Frauenbewegung in vielerlei Hinsicht ziemlich modern ist, sondern dass sie ein waches Auge auf den feministischen Aktivismus der Gegenwart haben.

Vor diesem Hintergrund ist es also alles andere als Zufall, dass ihn dieses Jahr Sookee bekommt. Für das musikalische Rahmenprogramm der Verleihung sorgt Finna. Und auch damit trifft es die Richtige.

Wir wären super gerne zur Preisverleihung nach Leipzig gekommen, aber hier in Hamburg hört die Arbeit gerade einfach nicht auf. Schließlich haben wir ja neuerdings selber mit Rap zu tun (so gut wie Sookee werden wir wohl nicht, aber wir geben uns Mühe smile emoticon)

und auch sonst noch allerhand Projekte in der Vorbereitung. Von daher lassen wir Sookee von hier aus hochleben und hoffen, dass es bis ins Leipziger Rathaus zu hören ist.