Hallöchen myToys,

wir sind’s wieder. Das letzte Mal ist ja doch eine ganze Weile her. 2014 haben wir zuletzt in deinem Katalog geblättert und waren ziemlich enttäuscht von der Geschlechtertrennung in deinen Spielzeugwelten.

Aber dann haben wir dich ein bisschen aus den Augen verloren. Denn zum einen muss man fairerweise dazusagen, dass du nun wirklich nicht der einzige Shop bist, der eine solche Geschlechtertrennung vornimmt. Rosa Mädchen- und hellblaue Jungenecken, die in Begeisterung für Kümmern und für Maschinen unterteilen, sind allgegenwärtig.

Und zum anderen fanden wir insbesondere deine Werbeclips in der letzten Zeit gar nicht so schlecht.

Gut, die Grillszene hätten wir jetzt nicht so gebraucht. Aber wir verstehen, worum es dir geht: Väter können sich auch kümmern und Mädchen das Gleiche wie Jungen tun.

Umso mehr irritieren uns deine „Spielzeugexperten“ und ihre Empfehlungen.

Von der Idee, Frauen „Mädchenspielzeug“ und Männer „Jungenspielzeug“ empfehlen zu lassen, waren unsere Kolleg*innen von der Rosa-Hellblau-Falle schon Ende letzten Jahres wenig begeistert. Und dein neuer Katalog macht es leider nicht besser.

Echt jetzt?! „Das wünschen sich Mädchen“ weiß also Kerstin, die Expertin für „Mädchenspielzeug“, und preist Barbiepuppen und Frisierköpfe an. Ihr Kollege Bernhard, der Fachmann für „Jungenspielzeug“, begeistert sich hingegen für Spielwummen und Polizeitrucks. Und findet, „dass Jungenspielzeug cool sein muss“.

Wie unterwältigend. Dass man das 2017 womöglich nicht so stereotyp und geschlechternormierend aufteilen sollte, müsste dir doch längst aufgefallen sein – lassen zumindest die Werbeclips vermuten.

Wir jedenfalls würden uns freuen, wenn du deinen Slogan Einfach alles für Ihr Kind auch konsequent umsetzt. Bislang ist es nämlich

Leider nur die Hälfte aufgrund des Geschlechts Ihres Kindes.

Wir hätten gerne, dass du deinen Filter aufhebst. Wird Zeit.