Heidiwatch

Seitdem wir uns kritisch mit Germany’s Next Topmodel auseinandersetzen, bekommen wir regelmäßig den Vorwurf zu hören, wir würden die Privatperson Heidi Klum zu hart angehen. Das Gegenteil ist der Fall: Wir kennen Heidi Klum nicht persönlich und kommentieren deshalb weder ihre Persönlichkeit noch ihr Privatleben. Unsere Kritik richtet sich an die Geschäftsfrau Heidi Klum, die unverantwortlich mit den Träumen junger Frauen spielt und sie manipuliert, um auf ihre Kosten Geld zu verdienen. Knapp 150000 von ihnen haben sich über die vergangenen 10 Staffeln beworben und alle sind/waren für die Heidi Klum GmbH nur insofern von Interesse, dass sie die Statistinnen für ein optimiertes Werbeumfeld bieten. Schließlich will die Jahresbilanzsumme von 4,55 Millionen aus dem Jahre 2012 überboten werden.

Es geht um Werbeminuten und Produktplatzierungen. Die „Challenges“ dienen nicht der Vorbereitung auf das Modelleben. Oder wie die Chefin der größten deutschen Modellagentur einmal sagte: „Wir übergießen unsere Models nicht mit Salatsauce, setzen ihnen einen Tintenfisch auf den Kopf oder lassen sie mit wilden Tieren posieren.“

Die inszenierte Problematisierung weiblicher Körper und die abwertende Skandalisierung des Verhaltens mancher Kandidatin soll Quote schaffen. Bei GNTM werden nicht die Träume junger Mädchen verwirklicht. Ihnen wird noch nicht einmal das notwendige Rüstzeug für den Modelberuf mitgeben. Stattdessen führt man sie vor und macht sie lächerlich. Möglichst leicht bekleidet in möglichst absurden Situationen. Der einzige Traum, der dabei in Erfüllung geht, ist der von Heidi Klum nach einem möglichst profitablen Sendeformat. Und für den nimmt sie gerne in Kauf, wenn die Presse über ihre „Meeedchen“ titelt:

„Hornhaut, Pickel, Gelbe Zähne: Ekel-Alarm bei Germany’s Next Topmodel“

Dafür bekommt sie auch diese Woche kein Bild von uns.

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Damit Kinder und Jugendliche sich wieder in ihren Körpern wohlfühlen, kritisieren wir medienwirksam Sendungen wie Germany’s next Topmodel, führen Theaterstücke in Schulen auf und verschicken bundesweit Informationsmaterialien. Diese Arbeit müssen wir dringend ausweiten, wenn wir die negativen Entwicklungen der vergangenen Jahre stoppen wollen. Bitte unterstütze die Arbeit von Pinkstinks mit einer Spende.