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Mindestens einmal im Jahr haut Karl Lagerfeld die These raus, Magerwahn sei nicht das Problem: Die Dicken sind es, die dem Staat auf der Tasche lägen. Aber diese Rechnung geht nicht auf. Zwar bringt extremes Übergewicht wohl Gesundheitsrisiken mit sich, für „ein bisschen mehr auf den Hüften“ haben Wissenschaftler aber schon längst Entwarnung gegeben.

Aber Rundungen, sagt Lagerfeld, will „niemand sehen“. Die Sozialarbeiter*innen, mit denen wir arbeiten, berichten besorgt, dass sich Mädchen Jahr für Jahr stärker gegenseitig abwerten. Das ist bei GNTMs Promo-Videos auch kein Wunder – und stinkt uns gewaltig. Dieses Abwerten, sagen Expertinnen, kann in die Magersucht führen – und die ist immer noch eine Todesursache bei vielen jungen Frauen. Klar, Karl, Tote kosten nichts.

Die Depressionen, die viele Mädchen plagen, weil sie den geballten Anforderungen plus Schönheitsdruck nicht entsprechen, dafür umso mehr.

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Quellen: HSBC-Team Deutschland (2011). Studie Health Behaviour in School-aged Children – Faktenblatt: „Körperbild von Kindern und Jugendlichen“. Bielefeld: WHO Collaborating Centre for Child and Adolescent Health Promotion.


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