Richtig gute Werbung zu machen, ist nicht einfach. Sonst gäbe es ja viel mehr davon. Mit richtig schlechter Werbung werden die meisten von uns jedoch tagtäglich konfrontiert. Und dann gibt es noch die Werbung, die einiges in Bewegung setzt, viel Geld und Kreativität investiert und trotzdem … ahhhh … reicht es einfach nicht. Die Berliner Verkehrsbetriebe BVG sind so ein Beispiel. Wie die Kolleg*innen von der Berliner Stadtreinigung BSR versuchen sie es mit Aktualität, Wortwitz, Selbstironie und einer ordentlichen Prise Hippness (Berlin halt, wa). Die zeigen seit Jahren, wie man erfolgreich Imagekampagnen fährt und dadurch das Ansehen einer ganzen Berufsgruppe aufwertet.

Der BVG versucht es ähnlich

und gerade im Bereich Selbstironie durchaus erfolgreich.

Aber oft will der Funke nicht so richtig überspringen. Ganz besonders wenn Transidentität

oder Behinderung

nur als Gimmicks für ein paar Lacher herhalten müssen. Und jetzt will Mia also Prinzessin sein und Jonas zum Mond fliegen. Spricht ja auch nichts dagegen. Außer eben:

Och nöö, nicht schon wieder. Nicht ausschließlich und nicht immer nur. Denn so können wir unseren Kindern ganz sicher nicht ihre Träume erfüllen. All den Mias, Ayşes und Jodies, die gerne zum Mond fliegen würden. Und all den Jonassen, Tariks und Yoshis, die auch mal Prinzessin sein wollen.

Schade.