Lissy Staud, Jhg. 1962, hat 2011 ihren Traum erfüllt: Sie gründete in Hamburg-Eimsbüttel ihre eigenes Theater. Es ist klein, hat nur 50 Plätze und den „Flashdance“-Charme einer Fabriketage. In dieser SoleyTheaterWerkstatt gibt sie Theaterkurse, macht Angebote für Paare, die sich an Improvisitationsabenden wieder finden wollen, Wochenendworkshops und vieles spannende mehr. In ihrer Arbeit bewegt sich die angehende systemische Therapeutin zwischen Theater und Therapie.

„Mir ist es immer wichtig gewesen meinen eigenen Weg zu finden und zu gehen. Im Theaterbereich habe ich nach meiner Ausbildung begonnen selbst an Stimme, Atem und Körperausdruck zu forschen, auf der Suche nach dem, was mich und andere in der Tiefe berührt. Vorstellungen blockieren den dreidimensionalen Körperausdruck. Der ist aber wichtig, um seinen Platz im Leben zu finden, für sich einstehen zu können und gehört werden zu können. Bei meiner theaterpädagogischen Arbeit ist es mir wichtig, Menschen zu helfen ihren eigenen Ausdruck zu finden und die Persönlichkeit zu stärken. Auf der Bühne fühle ich mich wohl. Sie ist ein Ort für ungewöhnliche und herausfordernde Rollen. Die geben mir das Gefühl von Freiheit. Ich liebe diese Arbeit und sie begeistert mich. Diesen Genuss möchte ich gerne mit anderen teilen.“

Diese Begeisterung spürt man auch in „Einfach TOP – ohne MODEL“, das Straßentheaterstück, das sie für Pinkstinks verfasste, und mit dem wir gemeinsam durch Deutschland zogen. Sie selbst spielt darin ein junges Mädchen unter dem täglichen Schönheitsdruck. Über die Tour könnt ihr hier lesen.