Feminismus ist eine ernste Sache, keine Frage – aber Politik darf auch Spaß machen! Feministischer Spielkram ist ein grandioses Marketinginstrument, um fortschrittliche Gedanken unter die Menschen zu bringen. Nach Stickern, Patches und T-Shirts gibt es jetzt „Das feministische Mach-Mit-Buch“ von Gemma Correll (Verlag Antje Kunstmann), das verspielten Erwachsenen oder älteren Jugendlichen die Kreativ- und Ausmalbücher der Kindheit ersetzen und sie gleichzeitig für Feminismus sensibilisieren soll. Ihr sucht ein Geburtstagsgeschenk? Wenn ihr 12 Euro ausgeben wollt, ist dieses Buch dafür perfekt. Unter dem Motto „Malt mit! Lacht mit! Macht mit!“ wird eingeladen, kämpferische Badges zu malen, feministische T-Shirts zu designen oder Frauenzeitschriften und Kondome zu entwerfen. Um nur einiges zu nennen.

Man kann u.a. auch ein Sammel-Karten-Set weitermalen, das „feministische Superfrauen“ zeigt. Die ersten Karten zeigen internationale Heldinnen wie Audre Lorde, Gloria Steinem und Malala, gleich daneben deutsche Aktivistinnen wie Sookee, Margarete Stokowski und (blush!) mich. Ich hab mich ganz schrecklich geehrt gefühlt, als ich das Buch aufschlug.

Aber das schöne an dem Set ist ja, dass man es weiter malen bzw. für sich aufmalen kann, wer einen ganz persönlich inspiriert.

Ich würde erst meine Kolleginnen Ariane Lettow, Nele Lippert, Julia Junge, Blanca Fernandez, Lara Wichels und Jenny Harbauer malen, die Pinkstinks zu dem machen, was es ist, dann andere Vorbilder wie Katrin Rönicke, Finna, Chimananda Nkozi Adichie. What fun. Da ich das Buch hier habe, fange ich mal gleich damit an:

Nicht schlecht, oder? Also, ran an die Stifte! Mir fehlt etwas das Sternchen an der Superfrau und noch eine Seite für feministische Supermänner*. Nils und Marcel würde ich sicher auch richtig gut hinbekommen.

Viel Spaß damit!