Der britische Autismusforscher Simon Baron-Cohen wollte belegen, dass Jungen mit mehr Interesse an Systemen, Mädchen mit mehr Gefühl auf die Welt kommen. Wie steht es um die aktuelle Forschung?

Quellen

Der Original-Wikipedia-Eintrag zu Baron-Cohen:https://en.wikipedia.org/wiki/Simon_Baron-Cohen

Im deutschen Wikipedia-Eintrag zu Simon Baron-Cohen ist der Punkt „Kritik“ komplett ausgelassen worden: https://de.wikipedia.org/wiki/Simon_Baron-Cohen

Der Schweizer „Tagesanzeiger“ wertet, Baron-Cohens „Erkenntnisse“ seien für Feministinnen „schwer zu verdauen“:
https://www.tagesanzeiger.ch/leben/gesellschaft/Ein-AutismusForscher-als-Feindbild-der-Feministinnen-/story/14180082

Dabei hat das Deutsche Ärzteblatt klar belegt, dass Cohens „Erkenntnisse“ noch immer nicht als bewiesen gelten:
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/58939/Autismus-Neue-Bestaetigungsversuche-zur-extreme-male-brain-Hypothese

Auch eine aktuelle Studie aus Cambridge besagt, dass die Forschung noch nicht klar aufzeige, ob hormonelle oder soziale Einflüsse Frauen empathischer mache: https://www.wissenschaft.de/gesellschaft-psychologie/empathie-welche-rolle-die-gene-spielen/

Bewiesen scheint, dass eine sehr hohe Dosis an Testosteron im Mutterleib Gene im pränatalen Fötus aktivieren kann, die Autismus auslösen können. Die Betonung ist auf kann, nicht muss. https://idw-online.de/de/news705354

Gute Interviews auf Deutsch mit Cohen-Kritikerin Cordelia Fine sind schwer zu finden, hier auf Englisch:https://thepsychologist.bps.org.uk/volume-23/edition-11/battle-sex-differences