Sexuelle Belästigung erleben Menschen an den unterschiedlichsten Orten – auch nach #metoo. Dabei ist es egal, ob jemand anderes das nur lustig meint, persönliche Grenzen sind entscheidend. Gefallen lassen muss sich sexuelle Belästigung niemand – dafür gibt es Gesetze, Richtlinien und jede Menge unterstützender Angebote. Welche? Das erzählen wir in der Schule gegen Sexismus.

Quellen

Sexuelle Belästigung gibt es überall. Auf der Straße:

taz.de: Die Straße als Risikozone

ihollaback.org: Was ist Street Harassment?

Am Arbeitsplatz:

macht-immer-sinn.de: Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz

Im Nachtleben:

zeit.de: Sexualisierte Gewalt: „Übergriffe? Eigentlich bei jedem Clubbesuch“

Oder auf Festivals:

PULS Reportage: Sexuelle Belästigung auf Festivals (via Youtube)

Sexuelle Belästigung ist strafbar. Konnten bis 2016 nur sexueller Missbrauch und sexuelle Gewalt strafrechtlich geahndet werden, regelt infolge der Reform des Sexualstrafrechts § 184i sexuelle Belästigung in der Öffentlichkeit. Grapschen und ungefragt Küssen ist seitdem verboten und kann angezeigt werden.

wikipedia.org: Sexuelle Belästigung

Bei verbalen Belästigungen greift das Gesetz leider nicht:

spiegel.de: Sexuelle Belästigung: Die Rechtslage

Ganz anders im Arbeitsrecht, wo verbale Übergriffigkeiten bis zur Kündigung führen können. Das bist 2006 geltende Beschäftigungsschutzgesetz wurde hier vom Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz abgelöst.

Antidiskriminierungsstelle des Bundes: Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG)

Um sich konkret in der direkten Situation zu wehren, hilft es, entschieden aufzutreten: Klar und deutlich sagen, dass man so nicht angesprochen / angeguckt / berührt werden will – das kann vor allem in Situationen mit Fremden auf der Straße oder im Club funktionieren.

jetzt.de: Catcalling: Wie wehre ich mich gegen verbale sexuelle Belästigung?

Am Arbeitsplatz kann es ebenfalls helfen, Übergriffigkeiten offen zu benennen und zu kritisieren, gegebenenfalls sogar mit der Unterstützung anderer Kolleg*innen. Weitere Maßnahmen sind Beschwerden bei dem/der Chef*in, beim Personalrat oder der betrieblichen Beschwerdestelle.

Im Nachtleben bietet seit Dezember 2016 die Kampagne „Ist Luisa hier!” ein Hilfsangebot für Betroffene, das sich mittlerweile bundesweit etabliert hat.:

luisa-ist-hier.de

Auf manchen Festivals sind Awareness-Teams gegen sexuelle Belästigung und Diskriminierung im Einsatz.

eventbrite.de: Mehr Sicherheit auf deinem Festival

In England hat jüngst die Schauspielerin Emma Watson zusammen mit Times’s Up, einer Bewegung gegen sexuelle Belästigung eine Telefonhotline gegen sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz gegründet.

DNN.de: Emma Watson kämpft gegen sexuelle Belästigung

In Deutschland berät und hilft die Antidiskriminierungsstelle des Bundes

Oder das Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen.