Manche Dinge muss man einfach kaufen. Auch wenn man gerne auf Flohmärkte geht und grundsätzlich versucht, möglichst viel gebraucht zu erwerben, gibt es Produkte, die nur ganz neu akzeptiert werden. Schulhefte zum Beispiel. Es wäre zwar eine nette Idee, die Kleinen in die halbvollen Hefte schreiben zu lassen, die man selber mal benutzt hat, aber das würden Lehrerinnen und Lehrer wohl nicht akzeptieren. Also geht man in den Laden, kramt noch mal den Zettel, wo man sich die Lineatur notiert hat, raus und Bämm! Schon ist es Zeit für Pinkstinks.

„Papa, auf dem Heft hier steckt sich jemand den Finger in den Po!“ Äh, wie bitte?! Kann ja gar nicht sein, zeig mal her! Ach nee, ein Hausaufgabenheft mit Bikinihintern. Mannmannmann! Foto machen, Firma notieren und den Kindern erklären, warum Hausaufgabenhefte heutzutage mit knappen Bikinihöschen garniert werden. Zuhause dann in diesen Recherchemodus verfallen, wo man 14,7 Millionen Tabs gleichzeitig aufmacht und zwischendurch „Das gibt’s doch gar nicht“ vor sich hinmurmelt. Wen haben wir denn da: Häfft-Verlag GmbH in München. Über 56.000 Leuten gefällt das.

Eigentlich ne ziemlich witzige Timeline. Wahrscheinlich bin ich einfach wieder mal zu uncool, um über Sexismus zu lachen. Trotzdem freuen die sich bestimmt, wenn man ihnen dort und anderswo mitteilt, was man davon hält, dass die Verantwortlichen ihre Cover entweder mit irgendwelchen Objekten oder eben mit Frauenkörpern verzieren. Häfft will Produkte „für die Extraportion Spaß im manchmal doch recht eintönigen Schulalltag!“ Können sie ja auch gerne machen. Aber so nicht.

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