Die Idee

Der „Pinke Pudel“ ist der deutsche Positivpreis für progressive Werbung. Ausgezeichnet werden Kreative, die in Werbekampagnen mit Geschlechtsrollenstereotypen brechen und gesellschaftliche Vielfalt feiern.

Negativpreise gibt es schon!

In Deutschland gibt es mehrere Negativ-Preise, die Produzent*innen sexistischer Werbung zu Recht beschämen sollen: „Der zornige Kaktus“ der Frauenrechtsorganisation TERRE DES FEMMES oder „Der goldene Zaunpfahl“ für Gender-Marketing von Anke Domscheit-Berg, Sascha Verlan und Almut Schneering.

Die Cannes-Festspiele als Vorbild

Uns bei Pinkstinks fehlte ein Positivpreis, der progressive, mit solchen Geschlechtsrollenstereotypen brechende Werbung prämiert. Die Filmfestspiele von Cannes haben seit 2015 ihren „Glass Lion“, den Löwen, der mit Gender-Klischees bricht. Lions-Chef Philip Thomas artikulierte 2015 erstmals die große Verantwortung, die Kreative in der Werbung tragen:

„Creativity has the power to change culture, and the wider world, in a deeply positive way. So rewarding creative work that fights to address the (mis)representation of gender in marketing communication is something we hope will lead to real change across the industry and society.“

Verbote sexistischer Werbung sind auf dem Vormarsch

Der britische Werberat, die Advertising Standards Authority (ASA), hat 2017 Verantwortung getragen und eine Studie zu den Auswirkungen von Gender-Marketing beauftragt. Das Resultat war schockierend. Laut der Studie bewirken Geschlechtsrollenstereotype in Marketing und Werbung, dass Kinder sich weniger zutrauen: Mädchen scheuen sich, auf den Tisch zu hauen und Jungen, ihre Gefühle zu zeigen. Daraufhin kündigte die ASA für 2018 neue Standards an, mit denen stereotype und sexistische Werbung verboten werden soll.

In Bremen, Frankfurt und Berlin-Kreuzberg / Friedrichshain ist sexistische Werbung bereits verboten. Bei Pinkstinks arbeiten wir an der Abschaffung von Sexismus durch Sensibilisierung: Online-Kampagnen, eine Werbemelde-Funktion und Bildungsmaterialien an Schulen, Firmen, in Kneipen, Behörden und Vereinen sollen Menschen vermitteln, dass Sexismus ebenso wie Rassismus in der Werbung nicht zeitgemäß ist.

Mit positiver Energie Sexismus bekämpfen

Zusammen mit dem Gesamtverband Kommunikationsagenturen, dem Dachverband vieler renommierter deutscher Werbeagenturen, kamen wir so auf die Idee, einen Positivpreis zu vergeben: Um jene zu prämieren und zu ermutigen, die Frauen nicht nur als Dekoration und Männer als gefühlsarme Macher darstellen. In Deutschland nennt man emanzipierte Männer abfällig „Lila Pudel“. Das werten wir doch gerne positiv auf: Unsere pinken Pudel sind stolz darauf, mit Geschlechtsrollenstereotypen zu brechen.

Jetzt mitmachen!

Mach mit uns sende uns dein Positivbeispiel progressiver Werbung bis zum 1. Februar 2018 zu! Unter den Einsendungen verlosen wir Karten für die Verleihung des Pinken Pudels am 1. März 2018 in Hamburg.

Und wer ist Pinkstinks?

Du kennst uns noch nicht? Alles über Pinkstinks erfährst du hier!

Diese Poster hängen aktuell in Berlin an den Litfasssäulen.