Seit 2012 organisieren wir Aktionen (online und offline) gegen Germanys Next Topmodel by Heidi Klum. Unsere Aktionen sind in der Presse oft kommentiert worden. Über unsere Theaterarbeit an Schulen gegen GNTM und Schönheitswahn könnt ihr euch hier informieren.

Im Folgenden könnt ihr sehen, was wir über die Jahre in Bezug auf GNTM bewirkt haben.

2016

Das Bundesfamilienministerium fördert unsere Idee, zum Staffelstart 2016 gemeinsam gegen GNTM laut zu werden: Auf dem öffentlichen Demokonzert „Lieblingsmensch! Wir feiern jede*n!“ im Februar in Berlin zeigen wir, dass eine große Menge an Menschen keine Lust auf Vorgaben à la GNTM hat. Das Event wird in ganz Berlin angekündigt und holt feministische Prominenz auf die Bühne: Margarete Stokowski, Sookee, Bernadette LaHengst, Ninia LaGrande, Silke Burmester und viele andere. Das kurze Video dazu zeigt die gigantische Stimmung vor Ort:

Gleichzeitig launchen wir unseren Youtube-Kanal für 12-16-Jährige, in dem sich die Youtuberin Lu Likes mit viel Humor gegen die GNTM-Diktatur und für Vielfalt ausspricht.

2015

Zu unserem Blog „Pinkwatch“ gibt es ab Februar die „Heidiwatch“: Wöchentlich stellen wir eine medienwirksame Collage online, die Studien über GNTM und Mädchengesundheit unter dem Hashtag #keinbildfürheidi duchs Netz schickt. Außerdem wird Donnerstags live zur Sendung getwittert. Brigitte, Gala und co. berichten. Zum Finale gibt Maya Götz vom IZI ihre Studie heraus, die zeigt, dass GNTM Essstörungen begünstigen kann. Durch eine Petition erwirken wir, dass die Kommission für Jugendmedienschutz die Sendung erneut prüfen muss. Obwohl uns gesagt wird, es würde nur ein paar Wochen dauern, warten wir Monate: Erst im November, am ersten Tag des Drehtags der neuen GNTM-Staffel, veröffentlicht die KJM, dass die Sendung als nicht jugendgefährdend eingeschätzt wird. Im gleichen Monat streitet sich Stevie mit dem Vorstand von ProSieben im Bayrischen Staatsministerium.

2014

Zusammen mit dem Online-Magazin Lissynet schreiben wir einen Gedichtwettbewerb aus unter dem Motto: Einfach TOP ohne MODEL. Gleichzeitig bewerben und organisieren wir eine Demonstration gegen das Finale von GNTM in Köln, die wir im strömenden Regen mit Poetry Slam, Musik und vielen befreundeten Organisationen durchführen. Es hagelt Medienberichte, ProSieben muss sich dazu verhalten.

2013

Februar: Zusammen mit Blanca Fernandez, Theaterpädagogin und 2. Vorsitzende von Pinkstinks, sowie Lissy Staud und Jürgen Zeng, zwei weiteren Theaterpädagogen, reist Stevie Schmiedel durch Deutschland, um in acht deutschen Städten Straßentheater gegen Germanys Next Topmodel zu spielen und gegen die Außenwerbung der Sendung zu protestieren. Die Presse reagiert und ProSieben schaltet die Außenwerbung zu GNTM außergewöhnlich spät, erst zwei Tage vor Staffelstart. Die Werbeplakate sind dieses Jahr sehr zurückhaltend und zeigen nur bei genauem Hinsehen, dass es sich um GNTM handelt.

Bei der Tour kommen viele Jungen zu uns und fragen, ob Topmodel wirklich so hart sei – dann wäre es kein Wunder, dass ihre Freundinnen sich zu dick fänden. Bei uns entsteht die Idee, vor gemischten Klassen Theater zu spielen, um GNTM zu diskutieren. Herbst 2013 startet unsere Theaterarbeit an Schulen und wird vom Fond Soziokultur gefördert.

2012

Im Februar schreibt Stevie Schmiedel einen Leserbrief an die ZEIT, um sich über die Außenwerbung zu Germanys Next Topmodel zu beschweren: Mit ihrer Barbie- und WM-Optik (Gold für Deutschland) würde sie gezielt Grundschüler*innen ansprechen. Silke Burmester interviewt Stevie Schmiedel für die ZEIT. Das halbseitige Interview erhält so viele Kommentare, Ermutigungen und Hilfsangebote, eine Organisation gegen Geschlechterstereotype zu gründen, dass Stevie Schmiedel Pinkstinks Germany e.V initiiert. Im Juni steht die Webseite, im Oktober wird der Verein gegründet.