Das Drama am Dreamhouse

17.05.2013

Am „Presse gegen Barbie“ – Stand gestern Morgen in Berlin haben zwei Dutzend Journalist*innen, Blogger*innen und Aktivist*innen von verschiedenen Organisationen (Pinkstinks, Missy Magazin, Slut Walk, Netzfeministinnen, mutterseelenalleinerziehend, femily affair, Occupy Barbie Dreamhouse) der gesamten nationalen und internationalen Journaille in Einzelinterviews erklärt, was das Problem an Barbie ist. Dazwischen taumelten Schauspieler*innen einer namenlosen, sehr witzigen Gruppe als Barbies herum, und die paar morgendlichen Krippenkinder, die Barbie sehen wollten, merkten sicher nicht, dass es hier um Protest ging. Wir waren bunt, informativ und freundlich. Und über diesen netten Interview-Marathon hätte die Presse sicherlich auch mehr berichtet, wenn nicht nach Schulschluss eine Femen-Aktivistin aufgetaucht und alles zerschossen hätte.

Klara Martens tauchte als Barbie auf, entblößte ihre perfekten Brüste („Life in plastic is not fantastic!“) und hielt ein brennendes Kreuz hoch. Es wirkte hysterisch, bestimmt auch nicht ungruselig für die Kinder. Sie bekam ihre Fotos, wurde abgeführt, ein Mann übernahm das brennende Kreuz von ihr und wurde von Mitarbeitern des Barbiehauses überwältigt. Dabei wurde ein ältere Frau umgestoßen sowie ein (leerer) Kinderwagen, ein Krankenwagen musste kommen. Das Resultat ist klar: „Protest am Barbiehaus, eine Verletzte“. Danke, Femen. Wir waren alle schon längst auf dem Alexanderplatz, wo wir mit Occupy Barbie Dreamhouse und dreihundert anderen friedlich demonstrieren wollten, weit weg von den Augen der Kleinen, die heute mit Barbie verabredet waren. Dort bekamen wir die Nachricht, dass das Management des Barbiehauses als erstes „Der Mann war von Pinkstinks!“ gerufen hätte. Unsere Laune war im Keller. Ob der Mann zu recht so hart angegriffen wurde, ist nicht klar. Egal wie – mit einem brennenden Kreuz rennt man nicht in eine Kinderveranstaltung, Punkt.

Auf ihrer Facebookseite sagen Femen, der Mann wäre von einer anderen Organisation gewesen – sehr freundlich, Femen. Mit „Organisation“ können ja nur Pinkstinks oder Occupy Barbie Dreamhouse-Gruppe der Linksjugend gemeint sein. Wir waren aber friedlich und artikuliert unterwegs, nicht randalierend. Die Linksjugend-Demo wurde über Wochen vorbereitet und unglaublich professionell betreut. Es war eine wirkliche Freude, mitzulaufen, Occupy Barbie Dreamhouse heizten ein und machten Stimmung, hatten Schilder gemalt, die jeder mal halten durfte („Mitmachdemo!“) und es schallte Doctorella vom Lautsprecherwagen. Selbst die Polizist*innen hatten Spaß.

Femen, kommt doch nächstes Mal mit. So ganz kollegial. Ihr dürft euch auch ausziehen. Für Femen habe ich, als einer der letzten, sogar noch nach Hakenkreuzen in der Davidstraße und „Anti-Zionism“ an der Klagemauer die Fahne hoch gehalten: Kürzlich sagte ich öffentlich, Fehler seien menschlich, ich würde sogar Femen jederzeit eine neue Chance geben, weil man doch einfach über Dinge sprechen sollte. Aber heute bin ich nicht so sicher, ob ich das noch ernst meine. Ich bin sauer und traurig. Wir haben wie verrückt gearbeitet für diese Demo, haben in Akkordtempo Interviews gegeben, um vernünftige Argumente in die Presse zu bekommen. Die gehen jetzt unter in einem Bild, das – traditionell weiblich – hysterisch wirkt, aggressiv (brennende Barbie) und primitiv. Wir gönnen euch jedes Limelight, Femen, darum geht es nicht. Ihr habt diesen Protest nur echt kaputt gemacht, denn euer Auftritt hat das Bild, das wir gezeichnet haben, brutal zerrissen.

Stevie Schmiedel

Zusatz, 17.05.2013: Wir haben Femen wiederholt scharf kritisiert und uns wiederholt bei der EMMA-Redaktion beschwert, dass sie Femen unkritisch protegieren. “Fahne hoch” ist also nur darauf bezogen, dass wir gesagt haben, man müsse jedem die Chance einräumen, sich zu ändern, und diskussionsbereit bleiben.

58 Kommentare

  1. Bärbel Rockstroh sagt:

    Wie schade, dass es Euch offenbar weniger um die Sache sondern mehr um das eigene Ego geht. Sonst könntet ihr den Presserummel, den die Femen-Aktivistin erzeugt hat, wertschätzen. Ich persönlich finde das brennende Kreuz klasse. Wir Frauen üben uns schon viel zu lange in weiblich-braven Protestformen, ich selbst seit mehr als 30 Jahren. Was haben wir erreicht? Viel zu wenig! Toll, dass es mutige Frauen gibt, die zum Tabubruch bereit sind. Ihr solltet sie als Schwestern im feministischen Geiste behandeln und ihre Arbeit als einen wichtigen Beitrag zu unserer aller Anliegen sehen.

    • Donngal sagt:

      Brennendes Kreuz Klasse finden? SRSLY? Woher die Symbolik kommt brauch ich doch wohl nicht erklären. Aber naja, Femen hantiert ja gerne mit solchen Symbolen, warum nicht noch ein paar rassistische Symbole instrumentalisieren.

      • Kuni sagt:

        Das hat doch nichts mit “weiblich-braven Protestformen” zu tun. Auf vielen Demos gibt es, außer den friedlichen Demonstranten auch noch solche, die mehr Lust haben sich mit Bullen anzulegen oder Steine zu schmeißen und ziehen somit den ganzen Sinn in den Dreck. Mal abgesehen davon liefern sie der Polizei einen Grund für gewaltvolles Einschreiten, unter welchen dann alle leiden müssen.
        Die Presse berichtet dann lieber NUR von gewalttätigen Ausschreitungen und der Ziel des Protests ist verflogen.
        Femen sind auch solche Provokateure.
        Schwesten im feministischen Geiste? Nein danke. Femen ist außerdem sexistisch und offensichtlich mediengeil, exibitionistisch und meines Erachtens einfach hohl. Ich kann sie generell nicht leiden , wegen ihres groben undifferenzierten Schubladendenkes.

        • Kuni sagt:

          PS: Wenn es nur um den Presserummel ginge, könnten ja auch PinkStinks-Demonstranten oder die LinksJugend ihre Geschlechtsteile in die Kamera halten und sich Hakenkreuze draufmalen (ersichlticher Zusammenhang nicht notwendig).
          Das macht nur einfach keinen Sinn und bringt die Sache keinen Stück weiter.

          • Taurus sagt:

            Bin ganz Kuni’s Meinung. Es hat nicht direkt mit dem eigenen Ego zutun. Ja sie müssen ihren Namen auch rein halten, damit man überhaupt mit PinkStinks Lust hat zu kooperieren.
            Hört man Femen denn zu? Man SIEHT, aber man hört nicht.
            Man denkt nicht. Abgefahrene Aktionen, passend für solche die, wie Kuni bereits gesagt hat, nach Medienrummel gierig lechzen.

    • Andreas Baumgart sagt:

      Zum einen: Konkurrenz ist das Grundprinzip der abstrusen Gesellschaftsform Marktwirtschaft. Demzufolge setzt sich Konkurrenzdenken auch unabhängig der Geschlechter als individuelle Charaktereigenschaft durch. Es wird zur “zweiten Natur”. Von reflektierten Prostestierenden mit ähnlichen Zielsetzungen sollte man allerdings erwarten können, dass sie sich trotz unterschiedlichen Strategien und Methoden auch mit dieser Prägung und nicht nur mit geschlechtsbedingte Diskriminierung befassen. Schließlich hat sich Konkurrenz historisch als “männliches Prinzip” durchgesetzt, das nicht nur unter Männern HERRSCHT, sondern sich darüberhinaus auch besonders gegen Frauen richtet. Wird dies bewusstlos reproduziert, dann werden Frauen und andere Identitäten nicht anders, besser, freier, sondern einfach nur männlicher. Eine solidarische Haltung, die auf gegenseitiger Rücksichtsname und Respekt
      basiert, wäre derzeit wohl das deutlichste Antiverhalten dazu. Vielleicht denken die Mitlgieder von Femen mal darüber nach.

    • meerjungfrau sagt:

      Was soll der ganze s…….. alles wegen einem barbie Haus was rosa ist und sie eine schlanke Figur hat aber warum geht keiner auf die Straße weil Mädchen auf den baby strich geschickt werden und sich von viel älteren Männer besteigen lassen müssen und was gegen die Eltern die ihre dazu erziehen und sagen so muss es sein aber barbie sorry das ist der größte s……….. den ich je gesehen hab sie kann ein positives Vorbild sein hat einen job und wird mal Mama besser als sich einem schonheitswahn zu folgen den Mama begonnen hat mit ihren kleinem Mädchen

  2. Plastikstuhl sagt:

    Hakenkreuze und antisemitischer Protest okay, aber brennende Barbie geht zu weit?! #dafuq

    • PinkStinks sagt:

      Nein, das ging definitiv zu weit, es ging darum, dass ich dachte, die werden sich dieses groben Fehlers bewusst und ändern ihre Taktik, wenn man nur mit ihnen redet.

  3. Lena Wilden sagt:

    Ich gebe euch absolut recht und ums eigene EGO statt um die Sache geht es da wohl eher den Femen. Finde dieses Verhalten echt armselig und traurig. In diesem Zusammenhang haben die Femen nicht etwa ein Zeichen gesetzt, sondern vielmehr kleine Kinder erschreckt und den positiven Effekt den diese Demo hätte auslösen können zerstört. Schade….

  4. Leserin sagt:

    Liebe Stevie und alle anderen, die hart für die Demo gearbeitet haben und daran, dass feministische Kritik sichtbar wird – vielen, vielen Dank für euren Einsatz!
    Zu Femen ist eigentlich schon lange alles gesagt, nur so viel: Diese Aktion hat ein Mal mehr gezeigt, dass die Femen-Aktivistinnen einfach nicht begriffen haben, worum es geht. Es fehlt ein theoretischen, strategisches Konzept und ihr Mangel an Kritikfähigkeit und Reflexionsvermögen schadet – wie wir hier sehen konnten – dem harten feministischen Kampf gegen Sexismus und für Gleichberechtigung! Einfach schade… aber “gut gemeint” ist eben noch lange nicht “gut gemacht”.

  5. T. sagt:

    Der Presse die Möglichkeit zu geben, auf die Sache von oben herab herunterzuschauen, hat nichts von einem “wichtigen Beitrag”.

  6. ihdl sagt:

    Das Problem bei der Femen Aktion ist doch nicht, dass sie “hysterisch wirkt”. Das sind patriarchalen Maßstäbe.

    “Öffentliche Fehler sind menschlich”, ja. Aber Femen sind keine spontan agierenden Aktivistinnen, die ein mal zu wenig nachgedacht haben über die symbolische Wirkung ihrer Aktionen.

    Femen sind – da möchte ich “Leserin” widersprechen – eine überaus strategisch handelende Organisation. Die strategischste feministische Organisation, die ich in den letzten Jahren in Deutschland beobachtet habe.

    Das Problem ist die politische Fundierung und Ausrichtung.

    “Arbeit mach frei” gegen Sexarbeit? Weiße Befreiungs- und Dominanzphantasien? Kein Problem mit KKK-Ästhetik?

    _Das_ _muss_ eins ernst nehmen.

  7. chris sagt:

    Ich verstehe Euren Protest nicht mehr. Früher stimmte ich zu, war der Meinung, dass “Mädchen werden gemacht” richtig ist und man auch anderes “machen” kann.

    Seit ich selbst Kinder bekam, ist es damit vorbei, denn sie suchen sich ihre Sachen. Und selbst wenn man das Rosa wegläßt, so haben Generationen von kleinen Mädchen mit Barbies gespielt, mit den Kleidern ihrer Mütter “erwachsen-chic” gespielt, während die Jungs Autos schoben und Polizisten spielten.

    Und diese Kinder wurden erwachsen, suchten sich ihren Weg und das oft entgegen den Kinderspielen, wie auch ich es tat.

    Euer Protest ist mir fremder als ich je vermutet hätte, dass ich empfinden könnte.

      • chris sagt:

        Danke, ich kenne diese und viele weitere Quellen.

        Der Alltag und das, was Familien leben, scheint es zu sein, was ihr bekämpft.

        Das fällt mir bei diesem Zelt, das einer Puppe gewidmet ist, mit der viele Mädchen seit Generationen spielen genauso auf wie bei dem Mädchen-Ei, das scheinbar von Müttern wie Mädchen gemocht wurde.

        In unserem Umfeld, in dem Uni-Mitarbeiter, Studenten und ihre Kinder überwiegend leben, verkaufte es sich wie geschnitten Brot und ich habe den Eindruck, ihr bekämpft etwas, das viele mögen.

        Ich habe meinem Sohn damals eine Puppe mit Bett und all dem, was man sich so vorstellen kann, im Zimmer aufgebaut. Trotzdem war jede Baustelle – wir haben keine Handwerker im Umfeld – ein Faszinosum für dieses Kind, alles, was sich drehte, bewegte, war reizvoll und aus dem Puppenbett, versuchte er einen Laster zu bauen.

        Mädchen dagegen, waren von den Rennbahnen kaum zu begeistern, schnappten sich Lego und spielten Familie…..

        Und das bei einer Mutter, die voll arbeitet, studiert hat und der Meinung war, dass “pink stinkt” – ich habe viel relativieren müssen und bin mittlerweile der Meinung, dass Barbie & Co. nicht das Problem sind.

        Wenn überhaupt, sind es wir selbst und unsere Muster, wobei ich die nicht einmal als Problem sehe…

        Schade, aber ich glaube, ihr greift etwas an, was nicht angreifbar ist, weil hier mit den Füßen abgestimmt wird und Barbie ist bei Mädchen immer noch beliebt.

        • Wiebke sagt:

          Aber die Beispiele zeigen doch nur, wie stark Kinder von der Gesellschaft beeinflusst werden, selbst, wenn die Eltern ihnen was anderes vorleben. Umso deutlicher wird, dass sich die Gesellschaft ändern muss. Mir scheint, sie übersehen vollkomman, warum Barbie, das Ü-Ei für Mädchen und dergleichen Kram kritisiert werden.Es ist doch auch naiv zu glauben, dass die Kinder später schon ihren eigenen Weg gehen werden. Man sieht doch deutlich, dass das nicht der Fall ist. Mädchen, die einen nicht-traditionell weiblichen Beruf erlernen wollen, haben es nach wie vor unglaublich schwer. Genauso Mädchen und Jungs, die sich nicht für klassischen Mädchen-/ Jungs-Kram interessieren. Besonders in der Pubertät ist das für diese Teenager ein riesen Problem. Sie tun so, als sei alles in bester Ordnung und übersehen die Probleme. Nur weil ihre Kinder in die klassischen Muster fallen, heißt das nicht, dass das bei allen Kindern der Fall ist. Und es muss auch nicht heißen, dass es immer so bleibt. Es geht darum, allen Kindern alles zu ermöglichen und ihnen kein schlechtes Gewissen zu geben, wenn sie auch als Jungs mal ne pinke Hose anziehen wollen oder als Mädchen kurze Haare tragen wollen. Mag sein, dass das in Ihrer Familie bisher nicht vorgekommen ist, aber es passiert überall, jeden Tag.

          • Jemand sagt:

            Wenn ich ALLEN Kindern ALLES ermöglichen möchte, bedeutet das auch, dass ich Barbie zulasse! (o.O)
            Ich persönlich sehe kein Problem mit Barbie, denn wer sich Barbie genau anschaut: Es geht neben diesem ganzen Schönheitskram vor allem um Freundschaft, Hilfsbereitschaft und sich selbst zu verwirklichen. Das zeugen auch die Barbie-Filme (aktuelles Beispiel Barbie und die verzauberten Ballettschuhe). Dort möchte die Hauptfigur einfach so tanzen, wie sie möchte, und setzt sich über die autoritären Erwachsenen hinweg. Wie “Chris” sehe ich nicht das Problem allein bei Barbie. Es ist eher ein gesellschaftliches Problem, wenn es immer um Schönheit und Konsum geht.
            Das Konzept Barbie hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Sie nimmt verschiedene Berufe wahr, setzt sich für Tiere und die Umwelt ein, unterstützt Kunst und Kultur. Ich sehe in Barbie Vielfalt. Und DAS kann man auch Mädchen und Jungen vermitteln. Wenn aber jemand nur auf die Schminke und den Schönheitskram schaut, zeugt das bei mir von Einfältigkeit.

        • Kuni sagt:

          Es geht doch hier nicht um Puppen, sondern um BARBIE-Puppen. Sex und unrealistische sexy Körper haben nichts im Kinderspielzeug nichts verloren. Und die vielen falschen Werte des “Barbie-Vorbilds”: das wichtigste sei Schönheit, totale Weiblichkeit und Konsum.
          Das viele Rosa (rosa: NUR für Mädchen) ist deshalb verwerflich, weil es dieses eine bestimmte unflexible weibliche Rollenbild vermittelt und Mädchen in eine Form drückt- und Jungs auch. Egal, ob 9 von 10 Mädchen in der Kita-Gruppe lieber Vater-Mutter-Kind spielen und 9 von 10 Jungs die Bauecke vorziehen. Wichtig ist, dass ganz unverbindlich angeboten wird. Wofür sich dann entschieden wird, muss frei gestellt bleiben- finde ich auch!

          • Jemand sagt:

            Dass das alles unverbildlich angeboten wird, sehe ich auch so! Man schafft nur dann wirkliche Vielfalt, wenn verschiedene Wirklichkeiten angeboten werden. Aber man muss den Jungen und Mädchen auch die Möglichkeit bieten, dass sie sich mit den Dingen wie zum Beispiel Barbie auseinandersetzen dürfen. Barbie ist nun mal bei uns fest verankert – daran wird auch jeder Protest nichts ändern. Viel mehr sollte der Umgang damit reflektiert werden: Man kann mit den Kindern darüber sprechen.

            Und übrigens widerspreche ich jeglichen Kommentaren, wo behauptet wird, dass Kinder ein bloßes Produkt ihrer Umwelt wären! Kinder konstruieren sich ihre eigenen Wirklichkeiten. Natürlich spielt die Umwelt eine entscheidende Rolle. Aber wenn die Barbie in bestimmten Kindern etwas auslöst (im Sinne: sie finden sie interessant), bringt es dann was, den Kindern den Umgang und das Spiel mit Barbie zu verbieten? Nein!
            Die Themen junger Kinder sind weder Sex noch Schönheitswahn. Und wenn kleine Mädchen sich doch mal schminken wollen … liegt es vielleicht auch daran, dass Mama sich auch gerne schminkt? Kinder beobachten ihre GANZE Umwelt. Sie nehmen ihre GANZE Umwelt wahr. Und sie suchen sich dann das aus, was ihnen gefällt. Das kann ihnen niemand vorschreiben, weil das ein innerer Vorgang ist. Das vergessen die Erwachsenen leider immer wieder.

          • PinkStinks sagt:

            Wir verbieten niemanden etwas. Der Protest richtet sich gegen Mattel, nicht gegen Kinder.

          • Jemand sagt:

            Ich hab auch nicht angenommen, dass euer Protest sich gegen Kinder richten würde … falls meine Worte das denken ließen, dann entschuldigt bitte. So war das nicht gemeint.

            Ich möchte auch nur zu einem reflektierten Umgang und Bewusstsein anhalten. Ihr habt mit euren Protesten nicht vollkommen unrecht. Aber ich meine, wir müssen jedem das zugestehen, was ihm beliebt. Aber sicher sollten die Produzenten von Barbie sich damit auch auseinandersetzen. Spontan würde mir die Idee gefallen, wenn es wirkliche Alternativen zu Barbie als Puppe gebe. Also dicke, große, kleine und vielleicht auch alte Puppen?! Aber das ist jetzt ein anderer Gedankengang.

        • nez sagt:

          Meinetwegen kann man maedchen mit puppen spielen lassen aber welche verantwortungsvolle mutter vergiftet ihre kinder mit mattel phtalaten und unterstuetzt und mag eine sexistisch gestaltete puppe?
          Und wie kann man behaupten der protest gegen so ein produkt sei familienfeindlich?

    • Gan-Chan sagt:

      Es geht ja nicht um eine Farbe. Es geht um gesellschaftliche Rollenbilder zum Nachteil der Frau, die sich durch solche “Mädchen-Pink-Küche-Kind-Haus” Dinge nähren und manifestieren.

  8. Greta sagt:

    Danke erstmal! Ich bin relativ uninformiert was die feministischen Bewegungen und kann euch deshalb vielleicht ganz gut wiedergeben, was die Bilder in der Presse in mir auslösten: Ich sooo wütend geworden! Ja – brennendes Spielzeug an Kreuzen ist das Letzte und erst recht, wenn Kinder in der Nähe sind! Das Gleiche gilt für junge Mädchen oben ohne – das ist für mich purer Missbrauch der Bezeichnung Feminismus. Was bei mir ankommt ist die Botschaft: Schaut! Meine Brüste sind toll! Bevor ich alt bin, sollen sie noch ein paar gesehen haben! Leider in den Medien für den Leser direkt mit pinkstinks verbunden. Es ist schön zu lesen, dass euer Protest so friedlich, nachvollziehbar und durchdacht war. Ich wünsche mir sehr, dass die exhibitionistischen Teenies von Femen mit der Zeit lernen, dass z.B. Berufsbekleidung bei so einem Protest vielleicht nicht so viele Pressefotos geben, aber daür nicht so derartig im Widerspruch zu ihren Behauptungen stehen. Aber vielleicht stehen sie ja noch ganz am Anfang und kennen noch keine Alternative.

    • Petrol sagt:

      Ich hatte den Eindruck, dass Femen einen gesellschaftlich restringierten, weil sexuell aufgeladenen, Körperteil als Transportmittel für ihre Botschaft nutzen. Ich habe bisher noch keine nackte Femen-Aktivistin gesehen, die keinen Protestspruch direkt auf eben jener Nacktheit präsentierte. Also geht es nicht nur um nackte Brüste. Und ergo nicht um reinen Sexismus. Oder?

      Was bei all der fruchtbaren Diskussion hier doch heraustritt, ist: Das Feminismus eben kein homogenes Feld ist und auch nie war, und es viele, sich manchmal auch widerstreitende Strömungen gibt und immer gab. Und ich befürchte, das ist letztlich auch der Grund, warum alle mögliche Erfolge im Keim erstickt werden.

      • Greta sagt:

        Aber es gab doch schon sehr viele Erfolge! Trotzdem ist die Aussage, dass Feminismus kein homogenes Feld ist richtig. Vielleicht ist das auch nicht so schlimm. In dem Fall ärgert mich, dass hier die eine Gruppe die andere rücksichtslos überrannt hat. Da wären nach einer Absprache vielleicht alle auf ihre Kosten gekommen, ohne homogen zu sein – im Kern geht es ja um die gleiche Sache. Ich bin auch nach wie vor der Meinung, dass nackte Brüste und brennende Puppen keine geeigneten Demo-Mittel vor Kindern sind. Ich muss aber zugeben, dass ich nach einigen Recherchen durchaus auch Femen etwas abgewinnen kann und ihre Mittel bei Themen wie Sextourismus und ähnliches den Nerv treffen. Also muss ich mich für einige Äußerungen entschuldigen.

  9. chris sagt:

    Wenn es sich tatsächlich gegen Mattel richten würde, gäbe es keinen Protest, der Kindern und Eltern den Besuch vergällen soll, wenn sie erst einmal an Euch vorbei gehen müssen.

    Sorry, aber die Interessierten bleiben hier nicht aussen vor und es wirkt einfach nur übergriffig erzieherisch.

  10. Wiebke sagt:

    @jemand

    Ich erinnere mich auch daran, dass die Geschichten um Barbie weitaus normaler waren als das, was sie als Puppe darstellt. Aber bei den Puppen sehe ich das immernoch nicht. Ich hab mich grad extra nochmal durch die Produkte bei Mattel durchgeklickt. Auf 30 Seiten (insgesamt 270 Produkte) habe ich als nicht frauenklischeehaften Beruf erstmal nur die Fussballerin-Barbie gefunden. Ansonsten Viel Fashion, viel Prinzessinnen, dazwischen Lehrerinnen, Tierärztin, die typischen Frauenberufe halt. Dann, auf Seite 27, endlich: Die Computer-Expertin-Barbie. Dann bis zum Ende nix mehr in die Richtung. Auf Barbie.de gibt’s immerhin noch die Architektin-Barbie. Warum drücken die Puppen so eine andere Barbie-Figur aus als die Geschichten? Da ist auf jeden Fall noch ordentlich Luft nach oben.

  11. Sozine sagt:

    Unsere Nachbarskinder spielen im selben Garten in dem ich und meine Mitbewohner leben.Sie haben keine Ahnung von Stereotypen und rosa für Mädchen und blau für Jungs. Die Mädchen spielen auch gern mal mit Autos und Baggern, der Junge mag auch mal gern Seifenblasen und sich um die Katze zu kümmern. Ich denke das liegt auch daran, dass ihre Eltern bei der Auswahl des Kindergartens auf Bewusstsein für die Thematik geachtet haben. Vor allem aber, dass die Erwachsenen dieser Eltern- Wg vorleben wie sich Väter und auch die anderen männlichen Mitbewohner der wg GENAUSO oft und gleich liebevoll um die Kinder kümmern, dieselbe Verantwortung haben. auch dass kein männlich-dominantes Verhalten sondern gleichberechtigter Umgang in den Beziehungen gepflegt werden ist wichtig. Das geschieht noch in zu wenigen Familien. Die Selbstverständlichkeit von weiblichen Handwerkern und männlichen Kindergärtnern und noch viel mehr Dinge haben Einfluss(sie alle aufzuzählen sprengt hier wohl den Rahmen). Deshalb bin ich nicht der Meinung, dass Mädchen mit einer Affinität zu rosa und Puppen geboren werden und Jungs nur Autos interessant finden.Unrealistische Körperproportionen und Rollenfestlegungen können Kinder und Erwachsene krank machen. Wer nicht genau hinschaut und nicht sehen kann(oder möchte) wie vielfältig die Einflüsse und Richtungen der Beeinflussung sind neigt vielleicht eher dazu sich die Entwicklungen von Kindern dann mit deren angeborenem Geschlecht zu erklären. Für mich eine traurige Bequemlichkeit zu lasten der Kinder und ihrer Inneren persönlichen Freiheit. Kinder sind in erster Linie Kinder und ein Spielzeug sucht man nicht nach dem Geschlecht aus. Abschließend möchte ich sagen, dass auch meine Eltern unbewusst wenig geschlechterbezogenes Spielzeug und Verhalten förderten. Auch hatte meine erste Puppe keine Rosa Sachen an und einen normal gebauten Körper der nicht sexy war. vermutlich riss ich deshalb meiner ersten Barbie (von Verwandten geschenkt) den Kopf ab…

    • Lydia sagt:

      Sehr schön gesagt! Am besten gefällt mir der Satz mit der Bequemlichkeit zu Lasten der Kinder und ihrer inneren persönlichen Freiheit.

      Auch ich bin so aufgewachsen, dass ich mit allem spielen durfte. Ich hatte auch Barbies samt Zubehör (Pferd, Wohnmobil, …) und Plüschtiere und habe damit gespielt. Am Liebsten waren mir aber Lego (damals noch ungegendert; ich hatte die Polizeistation und die Pizzeria und habe aus beiden zusammen ein riesen Irgendetwas gebaut) und die Matchbox-Autos. Letztere habe ich mit Freunden getauscht. Interessant ist auch, dass die Jungs damals in meiner Grundschule immer mit meinem Polly-Pocket (einem “Mädchenspielzeug”) spielen wollten, weil sie so etwas nicht hatten.

      Ich sehe da also auch keinen Grund, diese Geschlechtertrennung zu machen. Aber ich entsinne mich an das erste Mal, als mir gesagt wurde, dass mein Verhalten “unnormal” ist: Ich war etwa 10 oder 11 Jahre und hatte mir zum Geburtstag von meiner Mutter eine ICE-Modelleisenbahn gewünscht und auch bekommen. Ich spielte immer zu damit und baute mit meiner Mutter zusammen diese Modellhäuser dazu. Eines Tages besuchte uns meine Tante, die Jahre zuvor in die neuen Bundesländer gezogen war (und die Prägung vielleicht eher erlebte als ich und meine Mutter in den alten Bundesländern), und sagte, als sie mich mit der Eisenbahn sah, “Aber das ist doch kein Spielzeug für Mädchen!” Ich war total vor den Kopf gestoßen. Deshalb ist es wohl bis heute, 17 Jahre danach, noch hängen geblieben.

      Ich bin froh, dass ich die Freiheit hatte, mit allem spielen zu dürfen. Barby hat mir nicht geschadet, aber ich hatte eben auch genug Alternativen, die mir teilweise lieber waren. Und jetzt? Jetzt übe ich einen “typischen” akademischen Männerberuf aus und bin promovierende Naturwissenschaftlerin. Ob da ein Zusammenhang besteht, kann ich nicht beweisen. Ich bin mir aber sicher, dass dieses engstirnige Rollenbild heutzutage verhindert, dass Mädchen sich in “männliches Terrain” bewegen. Daher kann ich das Engagement von Pinkstinks nur für Gut heißen. Sicherlich mag es für Außenstehende, die sich mit dem Thema nicht befassen, kleinlich wirken, allerdings zeugt das aber eben von jener gedanklichen Bequemlichkeit, die Sozine erwähnt.

    • Nao sagt:

      Kann ich alles nur bestätigen. Meine Eltern haben beide den gleichen (Männer-)Beruf ausgeübt und sich beide zu gleichen Teilen um uns gekümmert. Bei Mama haben wir halt etwas mehr gebastelt und gebacken und mit Papa haben wir irgendwelche Elektroteile zusammen gelötet und Modelleisenbahn gespielt. Uns ist aber nie in den Sinn gekommen, dass Papa jetzt lieber das macht, weil er ein Mann ist und Mama lieber das, weil sie eine Frau ist. Meine Schwester und ich sind beide nicht in den Kindergarten gegangen, wodurch wir erst sehr spät mit bekommen haben, dass wir uns wohl aus Sicht der restlichen Welt etwas ungewöhnlich verhalten (bei mir war es auch so mit 10 oder 11, als mir das erste Mal bewusst wurde, dass ich als Mädchen eigentlich nicht gut in Mathematik sein dürfte – war für mich auch ein kleiner Weltenzusammenbruch). Hauptsächlich haben wir mit Lego und Matchbox-Autos gespielt. Puppen und Spielküche hatten wir unter anderem auch (damals gab’s sowas noch in bunt). Meine Schwester hatte mal eine Phase, wo sie ganz versessen auf Kräne gewesen ist – warum auch immer.

      Meinen Berufswunsch habe ich damals auch in der Zeit gefasst, in der ich noch nicht wusste, dass man als Mädchen diese und jene Berufe eher nicht ausübt. Für diese Freiheit bin ich bis heute dankbar, denn ich liebe meinen (Männer-)Beruf. Aber ich wüsste nicht, ob ich ihn auch dann ergriffen hätte, wenn mir von Anfang an irgendwelche Stereotypen als Normalzustand vorgelebt worden wären. Ehrlich gesagt wäre ich heute froh, diese “Wissenslücke” weiterhin haben zu dürfen.

  12. Theresa Lehmann sagt:

    Schade das du es so siehst Stevie.Ich schätze jeden der sich engagiert und ich finde nicht das es darum geht das man sich dabei gegenseitig den rang abläuft,so waren ja auch alle gestrigen Proteste in den Medien ertreten. Euer Protest ist dabei nicht unwichtiger oder wichtiger wie unsrer,vielmehr sollten wir uns doch alle daran freuen das es gerade so eine vielschichtige und breite Protestkultur gibt in diesem Bereich. Bitchfight…..das ist hysterisch und kontraproduktiv ,sich im nachhinein gegenseitig ans Bein zu pinkeln, das macht den Diskurs kapputt. Jetzt wird nämlich über einen vermeintlichen Zickenkrieg in der Vice berichtet und dafür bedanke ich mich nicht,das finde ich einfach schade.

    • PinkStinks sagt:

      Das stimmt ja eben nicht. Ihr wusstet, dass Pinkstinks und insbesondere Occupy Barbie Dreamhouse schon lange an der Protestorganisation dran waren und genauso wisst ihr, dass ihr durch einen Busenflash die ganze Journaille buchtet. Immerhin haben wir die Presse dorthin bestellt, und das wusstet ihr, und hättet den Protest mit uns absprechen können, so wie wir es auch untereinander getan haben. Es geht hier nicht um “wer wird mehr gesehen” sondern um “was ist die Aussage des Gesamtprotests” – und diese Aussage habt ihr ins Negative gedreht. Das ärgert uns unheimlich.

    • Lydia sagt:

      Ich muss Stevie recht geben. Der Hintergrund der Aktion verfällt komplett hinter der Femen-Aktion. Was bei Berichte-lesenden, für das Thema unsensibilisierten Menschen hängen bleibt von diesem Protest ist schlicht “hysterische, kreischende Weiber mit wackelnden T*tten und eine gekreuzigte brennende Barby”. Da mögen die Beweggründe sonst wie gut sein und bewirken auch Aufmerksamkeit, aber eben nicht für DIE eigentliche Sache.

      Ich habe auch lange mit Femen gehadert und fand die Argumente “für den blanken Busen” auch nachvollziehbar in dieser einen TalkShow (ich weiß nicht mehr welche, Alice Schwarzer und Heiner Lauterbach waren auch zu Gast), allerdings wurde in der Sendung schon klar, dass die Aussage zu komplex und nur für “Eingefleischte” zu verstehen ist, nicht aber für den unbekümmmerten Mitmenschen, also die breite schwammige Masse da draußen. Den/Die will man doch aber erreichen und für das Thema sensibilisieren!!! Da machen komplexe Argumente keinen Sinn. Da hilft nur Sachlichkeit, anstatt das bereits bestehende Klischee zu verfestigen durch solche Aktionen, deren Hintergrundgedanke zwar gut ist, aber eben zu komplex für Leute, die damit nie in Berührung waren.

      Mal abgesehen davon, dass mich dieses Busengeschwinge nervt, weil in den Medien weniger über Inhalte als die Tatsache/Provokation an sich berichtet wird (und das auch nur, weil T*ttenbilder eben beliebt sind à la “Sex sells”, selbst in den News), finde ich es zudem fragwürdig Barby an einem Kreuz anzuzünden. Nicht, dass ich religiös bin, dennoch würde ich in diesem Moment an die religiösen Gefühle von Christen denken. Aber wir wissen ja, wie Femen über religiöse Gefühle denkt, so dass sie selbst feministischen Muslima sagen, wie sie zu sein haben. Den Zusammenhang zum Ku Klux Clan und allgemein der Bedeutung von Feuer (Hexenverfolgung, Bücherverbrennung, …) muss ich jetzt nicht ausdehnen, der ist Femen sicherlich bewusst. Provokation um jeden Preis!? Ich finde, das muss nicht sein, weil man die, die auf der eigenen Seite stehen, verschreckt und die, die es erreichen soll, nur in ihren Klischees bestätigt. Kurzum: Man erreicht gar nix!

    • Kuni sagt:

      Genau (Stevie + Lydia)

      @ Theresa Lehmann:
      Um also den Bitchfight zu verhindern, muss man sich mit jeder solidarisieren, die sich Feministin nennt?
      Käme mir nicht in den Sinn, schon alleine Femens sexistischen Auftritte und Methoden wegen.
      Außerdem habe ich nicht den Eindruck, dass Femen überhaupt an einem Diskurs interessiert ist! Kontraproduktiv ist also nur Femen.
      Und wie diese Aktion ja so schön zeigt, Femen schert sich nämlich einen Dreck um die anderen Demonstranten (sowie um andere Frauenrechtlerinnen oder die Meinung derer, die sie Opfer nennen, etc.).

  13. Femen sagt:

    Kein Problem Pinkstinks! Neid ist Menschlich! Ich gebe euch noch eine Chance :)

    • Kuni sagt:

      Ja, wenn man sich nicht mit der Kritik auseinandersetzen möchte (oder kann), gibt es ja immernoch das ultimative NEID-Argument, oder?
      Kann ich auch: Femen, vielleicht bist DU ja nur neidisch auf Barbies noch perfekteren Körper?
      (Klingt saudoof- ist nicht meine Meinung. Nur zur Veranschaulichung.)

      Und wie man hier so schön sieht, falls hier wirklich Femen kommentiert hat: Femen ist an einer Kooperation der Feministinnen offensichtlich NICHT interessiert.

  14. Gan-Chan sagt:

    Für mich hat oberste Priorität die Lebensumstände für möglichst viele Frauen, so rasch als möglich zu verbessern.

    Dazu muss auf jeden Fall zuerst Bewusstsein geschaffen werden.

    Ausser den FEMEN sehe ich hier keine Feministische Gruppe, die das entsprechend effizient tut oder tun will. Es ist ja eine gute Sache, wenn man sich, wie Pinkstinks.de, für etwas wichtiges engagiert. Im Focus sollte allerdings das Ziel bzw. Thema bleiben und nicht das eigene Ego.

    Über Pinkstinks und deren Aktion beim Barbie House in Berlin wurde in einigen wenigen Feministischen Medien berichtet. Die FEMEN haben aber Bewusstsein im Mainstream geschaffen.

    Dieses gegenseitige Bekämpfen unter Deutschlands Feministinnen ist ungemein kontraproduktiv und nervt auch, wenn mir, als Mann, erlaubt sei diese, meine, Meinung kundzutun. Statt das Patriarchat zu bekämpfen scheint es mittlerweile hier wichtiger zu sein welche Gruppe was gemacht hat und wer beleidigt oder verärgert war, weil eine andere Feministin etwas nicht so gemacht hat, wie man es sich selbst gedacht hat. Man könnte auch mal miteinander reden und diskutieren, wenn solche Ego-Themen schon so wichtig sein sollen. Aber stattdessen muss man bald wöchentlich lesen, welche Feministische Gruppe gegen die andere agiert und schimpft.

    Liebe Frauen, Liebe Feministinnen, um meine oberste Priorität (siehe Eingangssatz) zu erreichen, seid Ihr der Schlüssel! Wir alle brauchen Euch!

    • PinkStinks sagt:

      Unsere Berichterstattung in den Medien kannst du auf http://www.pinkstinks.de/wir/presse lesen.

    • Kuni sagt:

      Ich kann mich mit Femen und vielen ihrer Ziele und Argumente überhaupt nicht identifizieren und noch weniger mit ihren Methoden.
      Da gibt es also nichts zu solidarisieren!
      Ich sehe auch (außer der Aufmerksamkeit) keine Erfolge, sondern eher das Gegenteil.
      Das hat dann aber nichts mit Frauenrechten zu tun.

    • Nao sagt:

      Haben Femen wirklich ein Bewusstsein geschaffen oder haben sie nur erreicht, dass ein paar Gaffer zusätzliche Klicks für die Bild-Zeitung generieren, weil es gratis Brüste und ein paar Lacher über die “hysterischen Weiber” gibt? Ich fürchte eher letzteres und was ich in den jeweiligen Kommentar-Spalten in Richtung “Scheiß Feministinnen – Nur Titten keine Argumente” gelesen habe deutet doch stark darauf hin – das Thema steht somit nicht mehr im Mittelpunkt, da die Aussage von den Angesprochenen überhaupt nicht nachvollzogen werden kann. Umso ärgerlicher ist das natürlich, wenn sich da tatsächlich Leute hingestellt und Argumente ausgetauscht haben, die nun schlicht und einfach nihiliert wurden.

      Jede Gruppierung mag zwar ihre eigene Protestform haben, die eine mehr, die andere weniger aggressiv und einige Femen-Argumente halte ich auch für durchaus schlüssig, auch wenn es nicht meins ist. Dennoch kann man über eines nicht hinweg sehen: Vor Putin bei einer ERWACHSENENVERANSTALTUNG mit den nackten Brüsten zu protestieren – von mir aus gerne. Kinder mit hinein ziehen und vor ihren Augen irgendwelche Puppen verbrennen – absolutes No-Go. Es gibt Dinge, die müssen kleine Kinder nicht mit bekommen, egal wie sie jetzt gerade von ihren Eltern erzogen werden. Aggressive Konflikte aus der Erwachsenenwelt gehören für mich definitiv dazu. Ich möchte schließlich auch nicht, dass irgend eine Silikon-Dame meinen Kindern Gruselgeschichten darüber erzählt, wie hässlich und einsam sie als Erwachsene sein werden, wenn sie sich nicht umgehend die Lippen aufspritzen lassen.

  15. Sabine M. sagt:

    Ich habe erst durch eure Aktion und der doch etwas radikalen Aktion der Femen-Aktivisten, vom Dream-House erfahren. Ich muss sagen das ich toll finde was ihr macht und kann es nur zu 100% unterstützen. Ich lebe leider nicht in Berlin sonst würde ich mich euch anschließen.
    Das perverse oberflächlich Bild einer Frau, das Barbie unseren Kindern vermittelt geht nicht klar. Meiner Tochter habe ich nie eine Barbie gekauft und sie hatte trozdem eine glückliche Kindheit. Sie ist jetzt 8 Jahre alt und will keine Schauspielerin, Ballerina, Hausfrau oder Tierärztin (was ja noch ok wäre) werden sondern hat andere Wünsche. Ich denke das Barbies kleinkinder daran hindern können, mit einem weltoffenen Geist und einer gesunden Sicht zum Leben aufzuwachsen.
    Bitte macht weiter so!

  16. Jessi sagt:

    Vielleicht solltet Ihr Euch mehr auf Euch und eure Kinder konzentrieren. Anstatt kleinen Mädchen, die sich auf einen Tag gefreut haben, mit idiotischen Protestaktionen zu irritieren!!
    Viele aus meiner Generation (bin 32) sind mit Barbie aufgewachsen und haben davon kein gestörtes Verhältniss zur Schönheit bekommen. Kinder ab einem bestimmten Alter können ganz genau zwischen Real und Fiktion unterscheiden.. da solltet Ihr euch mal ein Beispiel dran nehmen.
    Euer Grundgedanke ist ja nicht falsch. Aber das Problem ist nicht eine 8 jährige die mit Puppen spielt sondern die Teenager die Hochglanz Magazine lesen mit bearbeiteten Bildern.

    • NaoNao sagt:

      Wie kommt es dann, dass bereits Grundschul-Kinder ein gestörtes Verhältnis zu ihrem eigenen Körper haben und sich in aller Regel bereits trotz Normalgewicht als “zu fett” klassieren, wenn das doch eigentlich erst im Teenager-Alter mit Konsum der genannten Hochglanz-Magazine kommen sollte? Die erste Diät haben viele Kinder auch schon vor genanntem Teenager-Alter hinter sich.

      Kinder können nun einmal NICHT zwischen Realität und Fiktion unterscheiden (wenn dem so wäre, hätten weit weniger Eltern Probleme mit Monstern im Kleiderschrank), werden aber von klein auf mit irgendwelchen schöngeshopten Hochglanzplakaten und Werbefilmchen torpediert. Mit Puppe plus zugehörigen Schönheitsarsenal können sie diese Welt dann prima im Spiel einüben. Wenn sie dann ins Teenager-Alter kommen, sind sie dann bereits bestens “eingenormt”, um diese kranken Stereotypen nicht mehr weiter zu hinterfragen und sind umso anfälliger.
      Barbie ist in der Tat “nur” ein Teil der ganzen Maschienerie, gehört aber selbstverständlich scharf kritisiert.

      Was dein persönliches Verhältnis zur Schönheit anbelangt, kann ich schlecht eine Ferndiagnose führen. Extrem viele Frauen haben aber beispielsweise ein enormes Problem damit, sich ungeschminkt in der Öffentlichkeit zu zeigen oder schleppen bereits ihre kleinen Kinder in irgendwelche Schönheitssalons. Das ist meines Erachtens schon sehr gestört.

      • jessi sagt:

        Um mein Verhältniss zur Schönheit steht es gut, danke.
        Aber vielleicht sollten manche (nicht alle!!!! will nicht verallgemeinern) Ihre Erziehung hinterfragen.
        Es ist immer einfach die Fehler woanders zu suchen (z.B. Schule, Spielzeug etc.)!
        Auch ich war mal 15 und wie fast alle Mädchen nicht immer zufrieden mit mir und meinem Körper, aber meine Eltern haben mir immer die nötige Bestätigung und die Liebe (auch manchmal Strenge) entgegengebracht. Und mich so zu einer selbstbewussten Frau erzogen.
        Ich schminke mich gern und style mich zum weggehen gern auf.. genauso gut kann ich ungeschminkt und in bequemen Klamotten vor die Tür gehen. Ich hab ja gesagt das ich einige Ansichten hier durchaus nachvollziehen kann.
        Aber wenn euch das Thema ein Dorn im Auge ist gibt es sicher andere Wege als kleinen Mädchen den Tag zu versauen! Die nicht verstehen was ihr da tut.

        • NaoNao sagt:

          Hier wird nicht “der Fehler woanders gesucht”, sondern es ist schlicht Tatsache, dass man seine Kinder schon bis zur Volljährigkeit in den Keller sperren müsste, um sie von schädlichen Einflüssen wie zum Beispiel überall präsente Plakatwerbung oder den üblichen Gruppendynamiken auf Spielplatz, im Kindergarten und Co. fern zu halten. Kinder sind nunmal nicht so “vernunftbegabt” wie Erwachsene (es sein sollten) und sie bekommen sehr viel mehr mit, als manche sich einzureden versuchen. Es ist auch falsch zu glauben, dass alles nur an der Erziehung der Eltern hängt – die macht tatsächlich nur ein Drittel der Persönlichkeitsbildung eines Menschen aus. Zudem richtet sich Kritik an Barbie und den anderen Rosa-Ramsch nicht ausschließlich an die Konzerne, sondern soll ebenso Eltern wachrütteln, die ihre Erziehung, eventuell aus bloßer Unwissenheit heraus, eben noch nicht hinterfragt haben.

          Übrigens hatte ich selbst in der Pubertät keinerlei Probleme mit meinem Körper. Es ist schon bezeichnend für unsere Gesellschaft, wenn man es als Normalzustand darstellt, dass junge Frauen mit ihrem Körper unzufrieden sind, statt mal auf die Idee zu kommen, dass das eventuell nicht normal sein könnte.

    • PinkStinks sagt:

      Liebe Jessi, inh wiefern haben wir denn die Kinder irritiert? Unser Protestmarsch war außerhalb des Geländes; der Pressestand morgens war für Kindergartenkinder nicht als Protest erkenntlich, da wir nur Plakate hatten, auf denen in Schreibschrift Parolen standen – die Pressemappen können die ja wohl erst recht noch nicht lesen. Also, wo fühlte sich deine Tochter gestört? Besten Gruß, Stevie von Pinkstinks

  17. Shivery sagt:

    Barbie ist nicht alleine Schuld! Der reflektierte Umgang mit ihr und allen weiteren Spielzeugen ist wichtig.
    Meine Mutter konnte nicht verhindern, dass ich mehrere Barbies besaß. Aber ich erinnere mich sehr gut, an ihre Erklärungen und Argumente zum Thema Rollenbilder, Aussehen und Sexismus. Als Kind mochte ich an Barbie ihre Autos und die Barbie Pferde. Barbie selbst war nur interssant, wenn ich mit anderen gespielt habe. Alleine spielte ich nur mit Lego, mit unseren Haustieren oder in Opas Werkstatt.

    Heute weiß ich, dass ich es genauso machen würde wie meine Mutter. Meine Mutter, meine Stiefmutter und meine Grosmütter waren und sind berufstätige Frauen, die immer meine Vorbilder sein werden.

    Euer Protest hat mich an meine Vorbilder erinnert.
    Macht weiter so!

  18. fyf sagt:

    Auf Titelseiten von BILD bis EMMA springen sie uns entgegen: die Femen:
    barbusige Frauen, die ihre nackte Haut als Werbetafeln für ihren Kampf
    gegen das Patriarchat gebrauchen und damit paradoxer Weise den Geschmack
    des empörten Mainstreams treffen. Oberstes Gebot der Aktivistinnen scheint dabei eine bildgewaltige mediale Präsenz zu sein. Über ihre Anstrengungen aufregende Bilder zu produzieren haben Femen übersehen, dass ihr skandalträchtiger
    Aktionismus zum reinen Selbstzweck verkommen ist. Denn fundierte,
    nachvollziehbare politische Inhalte hinter ihren auf körpermaße
    verkürzte Slogans liefern Femen leider nicht und bekommen dennoch einen
    roten Teppich für ihre non-Botschaften ausgerollt.

    Wir haben einen Blog erstellt, der sich intensiv mit Femen und
    insbesondere einer Kritik an Femen auseinandersetzt. In unserem Video
    haben wir die Absurdität der Femen, unsere Wut und Kritik, zum Ausdruck
    gebracht.

    Blog: http://femen-germany.blogspot.de/

    für mehr Inhalte
    fyf.

  19. Tina sagt:

    Ich schätze die Femen sehr wegen ihrer Effektivität. Sie bekämpfen den Sexismus mit seinen eigenen Mitteln.

    Dass pinkstinks Femen so niedermacht, finde ich schlimm. Frauen gegen Frauen. Die einen konnten sich in der Welt der deutschen Unis durchsetzen, müssen also über einen s e h r privilegierten Hintergrund verfügen, die anderen sind mit Fragen der nackten Existenz von Frauen aufgewachsen. Ich habe während meiner zwei Studiengänge leider nirgends Uni-Mitarbeiterinnen kennen gelernt, die wirklich einen Bezug gehabt hätten zu Milieus, in denen Frauen einer krassen Realität ausgesetzt sind. Sie redeten nur und setzten dabei ein “mitfühlendes” Gesicht auf, auch in Gender-Studies-Seminaren. Dass man in diesen Kreisen meint, allein Worte und Argumente würden in dieser medialen Welt helfen, kann ich mir schon vorstellen, finde es aber auch sehr beschränkt.

    Eine Barbie vor Kindern zu verbrennen, ist mit Sicherheit kein kindgerechtes Verhalten. Im Vergleich dazu, was durch die Werbung und das Spielen mit den Barbie-Puppen tagtäglich auf dieselben Kinder einwirkt, ist es weitaus weniger dramatisch. Und erst recht im Vergleich dazu, was viele Mädchen für eine Zukunft zu erwarten haben.

  20. Tina sagt:

    Die obige Frage, von wem Femen finanziert wird, erweckt als erstes den Gedanken, es könnte die Modeindustrie sein. Das halte ich für ausgemachten Schwachsinn. Über die Finanzierung von Femen wird viel spekuliert. Also sollte der/die Verfasser/in des obigen Kommentars auch benennen, welche Art der Finanzierung er/sie konkret vermutet. – Es wäre gut, wenn Femen kapieren würde, dass in Westeuropa eine Offenlegung der Finanzen erwartet wird.

    Ich denke auch, dass Femen sich neuerdings an einigen Punkten in gefährliche Fahrwasser begibt. Nicht die Model-Show. Was die politische Correctness in Deutschland betrifft, bin ich aber davon überzeugt, dass die Wirksamkeit, die Verstöße hiergegen erzeugen, für journalistische Zwecke auch mal ausgenutzt werden darf und soll. Die politische Correctness geht hierzulande einfach zu weit.

    Beispielsweise hat amnesty international sich vor einigen Jahren gleich von einem seiner Aushängeschilder distanziert, der einmal eine niedersächsische Hühnerfarm als “Hühner-KZ” bezeichnete. Das war doch sehr konfliktscheu. Jedem Menschen, der einmal einen Geschichtsunterricht besucht hat, sollte sofort so eine Assoziation kommen.

    Im Hinblick auf “Arbeit macht frei” im Rotlichtmilieu darf man nicht außer Acht lassen, wie extrem die Zahlen der Prostituierten sind, die als Kinder physische und sexualisierte Gewalt erlitten haben. Schon Anfang der 80er Jahre schrieb Alice Miller darüber, wie viele Kinder nur mit Überleben beschäftigt sind, brachte selber den Vergleich mit den KZs und wies darauf hin, dass die Kinder ihr Überleben im Entwicklungsstadium (!) realisieren müssen. Es gibt ja auch viele ungeklärte Todesfälle von Kindern. Das wahre Ausmaß des Leidens von Kindern ist nicht einmal bekannt. Ich habe hier Alice Miller ausgewählt, weil ihre Bücher von vielen gelesen wurden, schon vor 30 Jahre erschienen und sie selber Jüdin war.

    Mit Sicherheit ist das in der Ukraine nicht besser als in Deutschland. Und das Rotlicht-Milieu ist einfach das allerletzte. Einmal Opfer, immer Opfer. – Nein, man muss den potenziell Betroffenen, die dort landen könnten, präventiv helfen, indem man die so stark angewachsene Nachfrage reduziert. In dem Autritt der Femen sehe ich ein Aufmerksammachen darauf, dass Prostitution einschließlich Frauenhandel hierzulande so massiv angestiegen sind.

    Die Frauen und Feministinnen, die immer nur die “Bedingungen” für die Prostituierten verbessern wollen, statt das Problem am Kern anzupacken, verhalten sich leider nicht solidarisch mit den Betroffenen bzw. potenziell Betroffenen.

    • Kuni sagt:

      Wie bekämpft den Femen Sexismus deiner Meinung nach? In dem sie Männern, die Frauen nur als Sexobjekte wahrnehmen ihre Sexfantasien erfüllen (zB als Nonnen in Reizwäsche)? Pseudofeministisch und sexistisch finde ich Femen selbst wegen der Körpermaße-Kriterien an die “Öffentlichkeits-Soldatinnen”.
      Und woran genau misst du Effektivität? Anhand der vielen Klicks dank nackten Brüsten? Die bringen die Sache doch kein Stück weiter.
      Und was ist das Kern-Problem der Prostitution? Prostitution an sich? Legale, gut organisierte Prostitution, so wie sie auf der Reeperbahn stattfindet, und illegale KINDERprostitution sind doch nicht miteinander vergleichbar. Femen hat ganz simple Prostitution (ohne illegal, ohne minderjährig, ohne Zwang) mit dem Holocaust verglichen.
      Deine fehlenden persönlichen Erfahrungen ändern nichts an der Sache, dass hamburger Prostituierte, genauso wie Muslima Femen auf’s Dach steigen, weil sie sich von den arroganten Bevormundungen provoziert fühlen.
      Es gibt noch etliche Gründe, warum ich mich nicht mit Femen solidarisieren kann/möchte. “Frauen gegen Frauen”? Wir sind doch keine homogene Masse. Ich bin froh, dass sich so viele Feministinnen nicht mit Femen solidarisieren. Sonst würde ich wirklich an mir zweifeln.

  21. [...] veröffentlicht ein Statement, in dem sie die Femen-Aktion kritisierte. Und greift dabei nicht unwesentlich auf Sexismen zurück. [...]

  22. […] gegen Germany’s Next Topmodel, eine Erklärung, was der Frauenkampftag ist, die schwierige Beziehung zu den Femen und alles rund um die sexuelle und geschlechterstereotype Vermarktung von […]

Kommentar

Jetzt die Petition unterschreiben
Schluss mit Sexismus in der Werbung

Wir fordern ein Verbot von sexistischer Werbung,

  • die Menschen aufgrund ihres Geschlechts Eigenschaften, Fähigkeiten und soziale Rollen in Familie und Beruf zuordnet
  • die sexuelle Anziehung als ausschließlichen Wert von Frauen darstellt
  • die Frauen auf einen Gegenstand zum sexuellen Gebrauch reduziert