Gender Studies

Sister Outsider. “Nicht Unterschiede lähmen uns, sondern Schweigen”

Sister Outsider. “Nicht Unterschiede lähmen uns, sondern Schweigen”

Audre Lorde ist die revolutionäre Denkerin und Ikone des Schwarzen Feminismus

Audre Lorde wusste, was es heißt, als Bedrohung zu gelten: als feministische Dichterin, als Schwarze Frau in einer weißen akademischen Welt, als lesbische Mutter eines Sohnes. Viele "Formen menschlicher Verblendung haben ein und dieselbe Wurzel: die Unfähigkeit, Unterschiedlichkeit als eine dynamische Kraft zu begreifen, die bereichernd ist, nicht bedrohlich". Lorde widmete ihr Schaffen dem Kampf gegen Unterdrückung. Verschiedenheit und Schwesternschaft, Zorn, Erotik und Sprache wurden zu kraftvollen Waffen. In ihren Texten über Rassismus, Patriarchat und Klasse finden wir Antworten auf die brennenden Fragen der Gegenwart - ein halbes Jahrhundert nach Erscheinen beweist der Band seine erschreckende Aktualität.

"Wenn es beinahe ein halbes Jahrhundert dauert, ein einflussreiches Werk zu übersetzen, ist das erstaunlich genug. Wenn dieses Werk dann nach Jahrzehnten genauso aktuell ist wie zum Zeitpunkt des Erscheinens, ist das umso bemerkenswerter [...]. 'Sister Outsider? muss eigentlich rezitiert werden. Die Sätze sind Sermone, die Kraft der Botschaft speist sich auch aus dem Klang der Worte, und die Übersetzung von Marion Kraft und Eva Bonné trifft diesen Sound. [...] Sprache ist bei Audre Lorde jedenfalls weniger magisches Material als vielmehr eine Waffe." Marlen Hobrack, DIE ZEIT, 15.04.21

"Die deutsche Übersetzung der überragenden Essays Audre Lordes ist dringend und längst überfällig." Missy Magazine, 2/202

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Ich bin Linus. Wie ich der Mann wurde, der ich schon immer war

Ich bin Linus. Wie ich der Mann wurde, der ich schon immer war

Linus ist 31, als er das erste Mal laut ausspricht, ein Mann und trans zu sein. Dabei weiß er das seit seinem sechsten Lebensjahr. Doch die Sorge darüber, wie sein Umfeld reagieren könnte, hat ihn lange schweigen lassen. Mit diesem Satz - «Ich bin Linus» - beginnt sein neues Leben. Ein Leben, das nicht mehr von Scham, sondern von einem Gefühl der Befreiung geprägt ist. Obwohl er sich fast täglich aufs Neue erklären muss: beim Arzt, beim Friseur, beim Umgang mit Fremden. Offen erzählt Linus von seiner zweiten Pubertät, bürokratischen Hürden, positiven wie negativen Reaktionen - und dem unglaublichen Glücksgefühl, als er endlich einen Personalausweis mit seinem Namen in den Händen hält.

Wir leben in einer durchgegenderten Welt. Es braucht die Perspektive von genderqueeren und trans Menschen, um auf die fixen Gender-Normen aufmerksam zu machen. Linus Giese trägt mit seiner Autobiografie zu dieser Bewusstwerdung bei.

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Kulturelle Inszenierungen von Transgender und Crossdressing. Grenz(en)überschreitende Lektüren vom Mythos bis zur Gegenwartsrezeption

Kulturelle Inszenierungen von Transgender und Crossdressing. Grenz(en)überschreitende Lektüren vom Mythos bis zur Gegenwartsrezeption

Geschlechterinszenierungen haben eine lange Geschichte, die sich sowohl in literarischen als auch in künstlerischen und medialen Umsetzungen und Verhandlungen von Transgender und Crossdressing zeigt. Auf der Grundlage aktueller Forschungsansätze aus der Geschlechterforschung und Kulturtheorie befassen sich die Beiträge des Sammelbandes mit diesen Inszenierungen von der Antike bis zur Gegenwart. Damit liefern sie einen innovativen Überblick, der grenzüberschreitende und transkulturelle Lektüren ermöglicht: vom Venus-Mythos über Shakespeares Dramen und Mozarts »Don Giovanni« zu Woolfs »Orlando« und Gabriel Baurs »Venus Boyz«.

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exit gender: Gender loslassen und strukturelle Gewalt benennen. eigene Wahrnehmung und soziale Realität verändern

exit gender: Gender loslassen und strukturelle Gewalt benennen. eigene Wahrnehmung und soziale Realität verändern

Ist es möglich aus Geschlechtsidentität/Gender auszusteigen? Gibt es einen Weg Menschen wahrzunehmen, ohne immer wieder neue Identitätskategorien zu schaffen? Konzepte wie Geschlechtergerechtigkeit, Diversität und Gender-Mainstreaming setzen alle voraus, dass es Geschlecht gibt. In diesem Buch werden Einteilungen von Menschen in Genderkategorien nicht als gegeben genommen, sondern als Teil von Diskriminierung verstanden. Es werden neue Handlungsstrategien vorgestellt, um die eigene Wahrnehmung und soziale Realität zu verändern. Dies wird vermittelt mit anschaulich erklärenden Texten, literarischen Utopien, systematisch an konkreten Beispielen erläuterten sprachlichen Strategien sowie inspirierenden Einzel und Gruppenübungen. All dies macht deutlich: Gender kann verlassen und Gesellschaft gewaltfreier gestaltet werden!

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Joris Bas Backer: Küsse für Jet

Joris Bas Backer: Küsse für Jet

Die Graphic Novel von Joris Bas Backer spielt Ende der Neunzigerjahre, zwischen Kurt Cobains Tod und dem vermeintlichen Weltuntergang zur Jahrtausendwende, in einem langweiligen Vorort in den Niederlanden.
Langweilig in den Augen eines 14-jährigen Teenagers, versteht sich.

Die Hauptfigur ist Jet, die auf ein Internat kommt, da ihre Eltern wegen einem Job wegziehen müssen. Hier ist das eher schüchterne Mädchen auf einmal auf sich allein gestellt und muss lernen sich zu behaupten. Zu den neuen Lebensumständen kommen auch neue Gefühle, als Jet und ihre beste Freundin Sasha ihre Aufmerksamkeit weg von den Grunge-Idolen auf echte Jungs richten. Die kann man durchs Fernglas beim Fußballspielen beobachten oder sich an diversen Parties nähern, wenn der Alkohol einen mutig genug macht.

Aber irgendwas stimmt nicht, irgendwas fühlt sich komisch an und Jet versucht herauszufinden, was genau eigentlich mit ihr los ist. Und ganz langsam reift in ihr die Erkenntnis, dass sie vielleicht mehr ein Junge als ein Mädchen ist, bzw. sein will. Aber ist das möglich?

Joris Bas Backer ist mit "Küsse für Jet" eine schöne, witzige, durchweg authentische Geschichte gelungen, inspiriert von eigenen Erfahrungen und komponiert mit einem feinen Gespür für die Ungereimtheiten im Leben von Teenagern, die sich dem Erwachsenwerden stellen. Dazu kommt das Thema der Transgenderidentität, das Joris Bas Backer behutsam einfängt und behandelt und mit seinem lockerem Strich und dezenter Farbgebung ein einfühlsames, unterhaltsames Debüt vorlegt.

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Manon Garcia: Wir werden nicht unterwürfig geboren. Wie das Patriarchat das Leben von Frauen bestimmt

Manon Garcia: Wir werden nicht unterwürfig geboren. Wie das Patriarchat das Leben von Frauen bestimmt

Sogar die unabhängigsten und feministischsten Frauen wissen vielleicht gelegentlich einen begehrenden Männerblick zu schätzen, wollen sich an einer starken Schulter ausweinen oder ziehen die Hausarbeit vermeintlich stärker erfüllenden Tätigkeiten vor. Sind solche Wünsche und Freuden mit ihrer Unabhängigkeit vereinbar oder stellen sie einen Verrat am jahrhundertelangen feministischen Kampf für Gleichberechtigung und sexuelle Selbstbestimmung dar?

Jüngste Debatten im Kontext der #MeToo-Bewegung werfen ein hartes Licht auf diese Ambivalenzen und auf die Kehrseite der Männerherrschaft: die Zustimmung der Frauen zu ihrer eigenen Unterwerfung. Diese wurde als philosophisches Tabu und blinder Fleck des Feminismus in der Komplexität der gelebten Existenz bislang nie im Detail analysiert. Im direkten Dialog mit dem Denken Simone de Beauvoirs stellt sich Manon Garcia dieser Aufgabe und meistert sie mit philosophischer Bravour. Und sie macht deutlich, warum es wichtig ist, die Mechanismen der Selbstunterwerfung von Frauen zu verstehen. Denn dieses Verstehen ist die notwendige Voraussetzung für jede Emanzipation.

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